ehemalige Schüler berichten
Lea B.

Ich habe dieses Jahr meinen Realschulabschluss abgeschlossen.

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Schloss-Schule Wasseralfingen
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73433 Wasseralfingen

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40 Jahre
Schloss-Schule
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Lexikon

Sprachentwicklungsverzögerung

Von einer Sprachentwicklungsverzögerung spricht man, wenn ein geistig normal entwickeltes hörendes Kind nicht, nur sehr wenig oder nicht altersgemäß spricht. Oft fangen betroffene Kinder erst spät an zu sprechen. Ihr Wortschatz nimmt nicht im gleichen Tempo zu wie bei anderen Kindern ihres Alters. Häufig liegt auch eine Kombination der nachfolgenden Sprachstörungen vor:


Stammeln

Einzelne oder mehrere Laute/Lautverbindungen können nicht oder nicht richtig ausgesprochen werden. Sie werden ausgelassen oder durch andere Laute ersetzt.
Fehler treten häufig bei den folgenden Lauten auf: s, sch („söne Sule", „Segelschiff" wird zu „Dedeldiff", oder s wird gelispelt), r („rot" wird zu „hot"; „Treppe" zu „Teppe"), k/g („Kaffee" wird zu „Taffe" ,"Kiste" zu „Iste" ,"singen" zu „sinen").

Dysgrammatismus

Die betroffenen Kinder zeigen Störungen in der Satzbildung und haben Schwierigkeiten, grammatikalische Regeln korrekt anzuwenden. Betroffen sind sowohl das Sprachverständnis als auch die Sprachproduktion. Das Kind versteht bestimmte Wort- und Satzkonstellationen nicht, bzw. es kann richtig gedachte Sachverhalte nicht verständlich mitteilen. In schweren Fällen spricht das Kind nur in Ein- bis Zweiworteinheiten.

Mutismus

Mutismus (Sprechverweigerung) liegt vor, wenn ein Kind gegenüber bestimmten Personen oder in bestimmten Situationen nicht spricht.
Die Kinder sind in ihrer gesamten psychosozialen Entwicklung gefährdet und verweigern im Extremfall Sprache fast generell.

Störungen der Semantik

Das Kind versteht und spricht nur wenige Wörter. Ihm fehlen auch alltägliche Begriffe.
Es versteht vorgelesene oder erzählte Geschichten nicht richtig und kann eigene Erlebnisse nicht verständlich mitteilen. Sein Wortschatz ist wenig ausdifferenziert (Tier für Hund, Kuh, Katze und Kamel). Das Kind scheint manchmal nach treffenden Worten lange suchen zu müssen.
Es kann im Lernen behindert sein, da es für Neues keinen Begriff findet, unter dem dieses im Gedächtnis gespeichert und wieder abgerufen werden kann.

Stottern

Stottern ist eine Störung des Redeflusses. Sie ist gekennzeichnet durch:
Wiederholungen, vor allem von Lauten, Silben und Wörtern (KLONISCHES STOTTERN), z.B.(„ n-na-na-nachher", „k-k-k-k-kommen") Dehnungen von Lauten („Mmmmmmmmama") und Blockaden (TONISCHES STOTTERN). Oft gehen stumme Pressversuche dem Redebeginn voraus oder unterbrechen den Redefluss. Die Sprechmuskulatur ist verkrampft, die Kinder bleiben bei bestimmten Lauten hängen („G ...uten Morgen"). Manche Kinder zeigen Verspannungen im Gesichts- und/oder Halsbereich oder sogar Mitbewegungen des ganzen Körpers. Oft sind Gefühle von Peinlichkeit, Scham und Angst zu beobachten. Das Bemühen, Stottern zu vermeiden, kann die Stottersymptomatik erhöhen.

Fast alle Kinder durchlaufen im Laufe ihrer Sprachentwicklung im Alter zwischen zwei und sechs Jahren Phasen, in denen sie Sprechunflüssigkeiten zeigen. Bei den meisten Kindern verschwinden diese Sprechunflüssigkeiten mit der Weiterentwicklung von Wortschatz, Satzbauplänen und Ausdruckfähigkeit, bei manchen werden sie immer mehr und heftiger, bis zum eigentlichen Stottern.

Bei frühzeitiger Therapie bestehen gute Chancen, die Stottersymptomatik abzubauen und eine flüssige Sprechweise anzubahnen. Die Eltern werden in die Therapie einbezogen, damit ein Transfer der neu zu erlernenden Sprechweise gelingen kann.

Poltern

Unter Poltern versteht man eine zu hastige Sprechweise. Die Aussprache ist undeutlich, die Kinder sind nur schwer zu verstehen. Laut-, Silben- oder Wortteile werden ineinander gezogen („Tlefon" statt Telefon), Wortteile oder Satzteile ganz weggelassen. Es fehlen Sprechpausen, die die Verständlichkeit des Gesagten erhöhen.

Stimmstörungen

Das Kind hört sich chronisch heiser an. Stimmstörungen treten oft infolge von häufigen Erkältungen, gepresster angestrengter Atmung, Verkrampfungen der Stimmmuskulatur sowie Stimmbandknötchen auf.

LRS (Lese-Rechtschreibschwäche)

Von einer Lese-Rechtschreibschwäche spricht man, wenn Kinder trotz normaler Begabung und guter Förderung große Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesen und Rechtschreibens haben.

Wir an der Schloss-Schule sind für Sie der Ansprechpartner, wenn bei Ihrem Kind abgeklärt werden soll, inwieweit die Lese-Rechtschreibschwäche durch Sprach- oder Sprechprobleme verursacht wird. Die Lehrer und Lehrerinnen an den Grund- und Hauptschulen können unsere Beratung im Rahmen der Kooperation in Anspruch nehmen.

Welche Probleme zeigen sich beim Lesen?
Die Lesegeschwindigkeit ist gering, die Kinder bleiben an vielen Wörtern hängen. Sie verrutschen in der Zeile, Buchstaben oder ganze Wörter werden ausgelassen, hinzugefügt oder verwechselt. Das Gelesene kann oft nur bruchstückhaft wiedergeben werden. Die Kinder wissen nicht, was sie eigentlich gelesen haben.

Welche Problem zeigen sich beim Rechtschreiben?
Die Kinder machen viele Fehler vor allem bei ungeübten Diktaten oder beim spontanen Schreiben, teilweise auch schon beim Abschreiben. Wörter werden teilweise bruchstückhaft, im selben Text häufig auch mehrfach unterschiedlich falsch geschrieben. Die Kinder machen auffallend viele Grammatikfehler, die Zeichensetzung ist unsicher und die Handschrift oft unleserlich.

Können Lese-Rechtschreibschwierigkeiten auch für Probleme in anderen Fächern verantwortlich sein?
Die Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten treten auch in den Fremdsprachen auf. In den anderen Fächern kann das verlangsamte, fehlerbehaftete Lesen zu Lernproblemen führen, weil z.B. in der vorgegebenen Zeit nicht alles aufgeschrieben oder erfasst werden kann. Die Lese-Rechtschreibschwäche kann somit wesentlich dazu beitragen, dass die gesamte schulische Leistung erheblich beeinträchtigt wird.

Hörprobleme

Hören ist von zentraler Bedeutung für das Verstehen und die Benutzung von Sprache. Beeinträchtigungen im Hören führen daher oft auch zu Sprach- und Kommunikationsstörungen. Die Aussprache ist fehlerhaft, der Wortschatz wenig differenziert, die Sprachentwicklung insgesamt verzögert.
Viele Kinder zeigen unterschiedlichste Auffälligkeiten im auditiven Bereich, die in der Schule Lernprobleme nach sich ziehen können.

Wir an der Sprachheilschule sind für Sie der richtige Ansprechpartner, wenn das Gehör Ihres Kindes untersucht wurde und eine leichte bis mittelgradige Schwerhörigkeit oder eine auditive Verarbeitungsschwäche festgestellt wurden, die ein besonderes Hör- und Sprachtraining erforderlich machen.